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Praktiflex
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Prototypen

 

Prototypes

Erster Prototyp - Praktiflex I - Version 1   First Prototype - Praktiflex I - Version 1
Zweiter Prototyp - Praktiflex I - Version 2   Second Prototype - Praktiflex I - Version 2
Dritter Prototyp - Praktiflex II - ohne Version   Third Prototype - Praktiflex II - Without Version
Gab es weitere Prototypen der Praktiflex II ?   Were there any other prototypes of the Praktiflex II ?
     
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Erster Prototyp - Praktiflex I - Version 1

 

First Prototype - Praktiflex I - Version 1

Die Idee zur Fertigung einer preisgünstigen Kleinbild-Spiegelreflexkamera kam von Benno Thorsch, der 1937 auch deren Entwicklung einleitete. Der verantwortliche Konstrukteur Alois Hoheisel arbeitete mit seinem Team knappe 2 Jahre an der Kamera (1.12.1.1.1) und die Firma – inzwischen Eigentum von Charles A. Noble – präsentierte zur Leipziger Frühjahrsmesse 1939 den fertigen Prototypen. Es war die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit einem automatischen Rückschwingspiegel. Dieser war jedoch an den Auslöser gekoppelt und hatte noch nichts mit dem in späteren Kameras verwendeten Federmechanismus zu tun. Eindeutiges Erkennungsmerkmal des Prototypen der Version 1 ist der gotische Schriftzug, der bereits bei den später folgenden Prototypen in die bis 1946 verwendete Schreibschrift geändert wurde. Beworben wurde die Kamera später damit, dass der Filmtransport, das Zählwerk und der Verschlussspanner miteinander gekoppelt waren. Da der Prototyp der zweiten Version Belichtungszeiten von 1/20, 1/50, 1/100, 1/200, 1/300 und 1/500 Sekunde besaß, ist dies für den Prototyp Version 1 ebenfalls anzunehmen. (In der Literatur ist nicht erkennbar, wo diese Zeitenreihe sonst zu erkennen oder beschrieben ist).

 

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Prototype Praktiflex I - Version 1   Flyer Praktiflex I

Bisher ist kein original erhaltenes Exemplar dieser Kamera bekannt. Das es den Prototyp dennoch gegeben haben muss, zeigen Fotos auf einem Werbeblatt der Leipziger Messe und Abbildungen in der Zeitschrift „Die photografische Industrie“ vom 29. März 1939 (Heft Nr. 13). In Hummels Buch [0016] werden 200 gefertigte Exemplare erwähnt. Es ist jedoch anzunehmen, dass diese Stückzahl nie gefertigt wurde. Diese Tatsache untermauern auch die bisher nicht vorhandenen Sammlerstücke. Ein Nachbau der ersten Praktiflex ist in den technischen Sammlungen der Stadt Dresden zu finden. Dabei handelt es sich jedoch um eine zu Demonstrationszwecken umgebaute Serien-Praktiflex.

Nach dem Bericht eines Sammlers soll die Firma Noblex zur Photokina 1992 einen der hier beschriebenen Prototypen ausgestellt haben. Aufgrund der geschichtlichen Entwicklung von der Firma „Kamera-Werkstätten Charles A. Noble“ bis hin zur Firma „Noblex“ ist die Echtheit dieser Kamera nicht auszuschließen. Dennoch bleibt offen, ob es sich bei diesem Exponat wirklich um einen noch erhaltenen Praktiflex-Prototypen handelt.

 

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Zweiter Prototyp - Praktiflex I - Version 2

 

Second Prototype - Praktiflex I - Version 2

Bekannt ist, dass die Serienproduktion eher schleppend anlief. Am 20. Oktober 1939 war in der Zeitschrift „Der Photofreund“ ein Artikel zu lesen, in dem die neue Praktiflex thematisiert wurde. Nach den gemachten Angaben wurde dem Laboratorium des Magazins ein Modell der Kamera zur Verfügung gestellt und dort auf Herz und Nieren getestet. Die in der Zeitschrift abgedruckten Abbildungen zeigten bereits die Version 2 der Praktiflex (1.12.1.1.2). Das Typschild war nun nicht mehr in gothischer, sondern in Schreibschrift graviert. In der abgebildeten Draufsicht lässt sich aber noch gut die reduzierte Zeitenreihe erkennen. Diese wurde bei den Serienkameras um die Belichtungszeiten 1/30 und 1/75s erweitert.

Die Zeitschrift bemerkte in ihrem Artikel, dass die Praktiflex keine technischen und photographischen Sensationen zu bieten habe. Dies lässt verstehen, warum zur Praktiflex keine weiteren Patente angemeldet wurden. Der Artikel lobt allerdings die flache Bauform der Kamera. Auch wurde festgestellt, dass sie für schnelles Arbeiten ungeeignet sei. Dies wurde aber nicht zwingend als Nachteil gewertet, da sie den Benutzer doch zu besonnenem Arbeiten erziehen würde.

 

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Praktiflex I - Version 2   Praktiflex I - Version 2

Auch von diesem Prototyp sind keine Exemplare bekannt. Alexander Schulz nimmt an, dass die verkürzte Zeitenreihe aber dennoch existiert haben muss. Zum einen sprechen die Bilder des Prototypen dafür, zum anderen wurde im Photofreund-Artikel auch nichts über eine erweiterte Zeitenreihe gegenüber dem Vorgängermodell erwähnt. Lediglich diese beiden hinzugefügten Zeiten unterscheiden den Prototypen von den Serienkameras der 3. Version.

 

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Dritter Prototyp - Praktiflex II - ohne Version

 

Third Prototype - Praktiflex II - no Version

Nach der erfolgreichen Markteinführung der Praktiflex wollte Charles A. Noble gezielt in ein anderes Preissegment vordringen. Er beauftragte Alois Hoheisel, eine neue Kamera zu entwickeln. Diese wurde dann auf der Leipziger Frühjahrsmesse von 1941 als Praktiflex II vorgestellt und gleichzeitig, anders als bei der Praktiflex I, auch sofort beworben. Ein Flyer zeigt eine Abbildung der Kamera. Durch einen Artikel in der Zeitschrift „Die photographische Industrie“ werden die heute bekannten technischen Details belegt.

Die Kamera besaß ein Vorlaufwerk neben dem Objektiv, welches eine Laufzeit von 13s hatte. Der Schriftzug auf der Frontseite der Kamera war zweigeteilt. Am interessantesten war jedoch das nun vorhandene Langzeitenwerk (1s, ½s, 1/5s, 1/10s), welches Belichtungszeiten von 1s zuließ. Dieses war nicht, wie später bei der Contax, in einem einzelnen Bedienelement untergebracht. Statt dessen wies die Kamera zwei Zeitenwahlräder auf.

Ein weiteres Feature war die Möglichkeit der Verwendung einer Vakublitzeinrichtung. Über eine Schraube konnte die Verbindung über die Bodenmutter hergestellt werden. Bei der Vakublitzeinrichtung handelt es sich um ein Gerät, welches eine kleine Batterie und zwei Blitzlampen enthielt. Sie ist ebenfalls kurz in der Zeitschrift beschrieben. Der Auslöser der Kamera befand sich nun an der Frontseite.

 

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Prototype Praktiflex II   Flyer Praktiflex II

Schulz vergibt für diesen Typ keine Versionsnummer, obwohl die Kamera in seinem Buch bereits zu finden ist. Vielleicht ließ sich die Praktiflex II für ihn nicht eindeutig einordnen. Zugeben - sie passt nicht in die Reihe der Praktiflex I Modelle. Die Praktiflex II ging in dieser Form jedenfalls nie in Serie.

Durch das Auftauchen dieser Kamera in der besagten Zeitschrift können wir heute allerdings einen Teil der produzierten Praktiflex-Versionen datieren. Es existiert eine Praktiflex, die sich im Besitz der deutschen Marine befand. Sie trägt die Nummer #8386 und zählt zur Version 8. Bei dieser Kamera wurden die Bedienelemente in gleichem Stil gefertigt. Das besagt aber auch, dass die Kameras von Version 8 etwa vor dem Frühjahr 1941 gefertigt wurden.

 

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Gibt es weitere Prototypen der Praktiflex II ?

 

Are there any other prototypes - Praktifllex II ?

Dieses Kapitel spiegelt meine persönlichen Gedanken wider. Keine der Aussagen ist in irgendeiner Form belegt. Es handelt sich lediglich um Hypothesen.

Wer Einblick in die Entwicklung eines heutigen technischen Gerätes hat, wird mir sicher zustimmen, dass es für die in hohen Stückzahlen produzierte Praktiflex II sicher in irgendeiner Form auch Prototypen gegeben haben muss. Es ist sicher utopisch, anzunehmen, dass die Kameras nach der Umgestaltung durch Siegfried Böhm sofort zur Serienreife gelangten. Sicher ist, dass Siegfried Böhm die spätere Serien-Praktiflex II nach dem Vorbild des 1941 vorgestellten Modells entwickelt hat.

Es ist möglich, dass die ersten als Prototypen verwendeten Praktiflex II-Kameras eigene Seriennummern erhielten. Bisher konnte ich aber keine Überschneidung der Nummern von Praktiflex I und Praktiflex II feststellen. Das kann daran liegen, dass man hier einen gewissen Nummernbereich als Puffer für die Praktiflex I reserviert und mit der Nummerierung der Praktiflex II erst mit höheren Zahlen begann (wohl ab Nr. 36.000). Für die Entwicklung von Prüfgeräten und Werkzeugen waren Prototypen aber sicher von höchstem Interesse. Sollten auch die ersten Prototypen mit Seriennummern versehen worden sein, so ist es möglich, das man diese später mit verkaufte. Die Zustände nach dem Krieg ließen eine Verschwendung von Rohstoffen und Ressourcen nicht zu. Leider fehlen bisher jegliche Spuren, um meine Annahme zu untermauern. Oder vielleicht doch nicht?

Kurz nachdem ich diese Zeilen schrieb, fand ich bei einer Westlicht-Auktion eine Kamera, die in dieses Kapitel passen würde. Hier handelt es sich um ein Gehäuse der Praktiflex I mit dem geteilten Gehäusedeckel. Die Bedienelemente dieser Kamera waren bereits die der Praktiflex II. Auch der Auslöser auf der Kameraoberseite fehlte. Das entsprechende Loch schien verschlossen worden zu sein. Dafür war an der Ecke der Frontplatte, an der bei der Praktiflex II der Auslöser zu finden ist, ein solcher nachgerüstet worden. Dies war eindeutig Handarbeit. Nach Angaben des Auktionshauses trug die Kamera wohl auch keine Seriennummer. Handelt es sich hier vielleicht um einen der zu erwartenden Prototypen? Die Kamera war rot beledert. Das aufgebrachte Leder wurde normalerweise nur innerhalb der Versionen 5 und 6 verwendet. Auf der Rückwand fand sich aber das geprägte KW-Zeichen und es schien sich um ein Original zu handeln. Hat hier nachträglich ein Bastler gearbeitet? Der Aufwand wäre enorm gewesen. Zu welchem Zweck sollte er das getan haben? Es wurde bei der Umarbeitung der Kamera wohl kein besonderer Wert auf saubere (verkaufswürdige) Ausführung gelegt. Auch diese Fragen bleiben wohl unbeantwortet. Gern möchte ich glauben, dass es sich hier wirklich um ein Modell aus direkter Hand von Siegfried Böhm handelt.

Hier bleiben derzeit nur vage Vermutungen. Wie also soll sich der Übergang der Praktiflex I zur Praktiflex II gestaltet haben? Die Beantwortung dieser Frage ist heute sicherlich nicht mehr ganz einfach...

 

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