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Contaflex
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Objektiveserien
Contaflex - Zubehör

Geschichte der Contaflex-Kameras

Der Name Contaflex wurde von Zeiss Ikon für Kameras im Kleinbildformat genutzt. Die Anfänge der Contaflex-Serie gehen zurück bis in das Jahr 1935. Zu dieser Zeit tauchte in den Katalogen eine zweiäugige Spiegelreflexkamera mit 135er Rollfilm und wechselbaren Objektiven auf. Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges wurde die Contaflex neu entwickelt und ab 1953 bis zur Einstellung der Kameraproduktion im jahr 1972 in verschiedenen Formen produziert und verkauft.

Die 1953 eingeführte Contaflex besaß als erste einäugige Spiegelreflexkamera einen Zentralverschluss, der zwischen den Linsenelementen platziert war. Dies erlaubte das Wechseln des Fronlinsenelements. Auf diese Weise konnte die Brennweite des Objektivs verändert werden. Das von Zeiss Ikon entwickelte Pentaprisma in Verbindung mit dem Through the Lens- Sucher erleichterte das Scharfstellen bei unterschiedlichen Brennweiten und machte zusätzliche Sucher, wie sie für andere Objektiv-/Kamerakombinationen üblich waren, überflüssig. Die Möglichkeit, das Frontlinsenelement auszutauschen, bot am Anfang den Vorteil, verschiedene Objektive einzusetzen. In den weiteren Jahren war diese Technik sicherlich hinderlich und schränkte den Erfolg der Serie im Vergleich zu anderen Kameratypen des eigenen Hauses oder der Konkurrenz ein.

Der Through-the-lens-Sucher erforderte einen komplizierten Mechanismus während des Aufziehens der Kamera. Spiegel, Verschlüsse, Blende, etc. mussten in Position gebracht werden, was für Zeiss Ikon wohl eine große Herausforderung gewesen sein dürfte. Keine Contaflex arbeitete jemals mit einem Rückschwingspiegel. Der mit der Contaflex I eingeführte Sucher mit Fresnel-Mattscheibe lieferte für damalige Verhältnisse ein sehr helles und klares Sucherbild.

Nach der Markteinführung im Jahr 1953 folgten 1956 die Retina Reflex der Firma Kodak sowie die Bessamatic von Voigtländer. Alle diese Kameras arbeiteten nach dem gleichen Prinzip (SLR mit Zentralverschluss) und wurden anfangs sehr erfolgreich und in großen Stückzahlen verkauft.

Quelle: Wikipedia

 

Zweiäugige Contaflex

Die zweiäugige Contaflex wurde von Juni 1935 bis August 1943 verkauft. Zeiss Ikon versuchte, die Vorzüge der sehr beliebten TLR-Kameras mit denen der sich immer mehr verbreitenden Kleinbildkameras zu vebinden. Es ist wohl die einzige Twin-Lens-Reflex-Kamera mit einem Negativformat von 24x36 mm. Der Filmtransport erfolgte, entgegen den üblichen TLRs, horizontal. Nach einer Schätzung von Bernd K. Otto (dem wohl führenden Experten von Zeiss Ikon Kameras) dürften nur etwa 5000-6000 Exemplare verkauft worden sein.

 

Contaflex I

Abb.: Contaflex I Abb.: Oberseite der Contaflex I

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges begann die Contaflex-Ära mit der Contaflex I. Sichere Erkennungsmerkmale sind der fehlende Belichtungsmesser und die nicht wechselbare Frontlinse. Mit Ausnahme der Contaflex I + II haben alle anderen Contaflex-Typen eine Entriegelung unter dem Objektiv, um die Linsenelemente auszutauschen. Die Fokussierung erfolgt bei der Contaflex I durch manuelles Drehen am Frontlinsenelement. Zu diesem Zweck ist die Fassung der Linse 'blumenförmig' gestaltet. Dennoch besteht die Möglichkeit, die 45mm Brennweite des Carl Zeiss Tessar Objektivs (mit Anfangsöffnung 2,8) zu verlängern. Es war eine Vorsatzstandarte (Bestellnummer 861/07 bzw. 20.0200) erhältlich, mit deren Hilfe ein 1,7x Teleskop-Vorsatz aufgeschraubt werden konnte. Auch ein Stereoobjektiv mit der Bezeichnung Steritar A (Bestellnummer 20.2004 mit Sucher 20.2801) konnte an die Standarte angesetzt werden.

Abb.: Objektivansicht der Contaflex I und II Abb.: Objektivansicht der Contaflex III, IV und später

Die Contaflex I ist heute in vier verschiedenen Ausführungen zu finden. Alle besitzen den Synchro-Compur Verschluss. Die erste Ausführung (861/24 Pcm) arbeitet mit den Verschlusszeiten 1, 1/2, 1/5, 1/10, 1/20, 1/50, 1/100, 1/200 und 1/500 Sekunde. Die Verschlusszeiten wurden schnell an ein neues System angepasst. Die somit neue zweite Variante (861/24 Z) verwendet die Zeiten 1, 1/2, 1/4, 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/125, 1/250 und 1/500 Sekunde. Weiterhin ist der Knopf zum Wählen der Blende nun mit einer Feder ausgestattet. Bei der dritten und vierten Variante findet sich ein Selbstauslöser. Um diesen zu integrieren, musste das Verschlussgehäuse vergrößert werden. Die Folge waren unterschiedliche Teile der Mechanik. Die Verschlüsse der Selbsauslösertypen und der ohne ihn sind nicht austauschbar. Ein Nachrüsten des Selbstauslösers erfordert einen kompletten Umbau der Verschluss- und Linsenelemente. Sammler mit Ambitionen zum Reparieren müssen hier vorsichtig sein.

Die Unterscheidung der dritten und vierten Variante erfolgt am Gewinde des aufschraubbaren Zubehörs. Die dritte Version (861/24 A) verwendet ein Außengewinde (A28,5) während die vierte Version (861/24 B) ein 27mm Innengewinde (S27) besitzt.

Achtung! Nach dem Zeiss Ikon repair manual ist in den Kamerakatalogen die Variante 861/24 Z als 861/24 Pcm und die Variante 861/24 A als 861/24 Pcms zu finden. Dies widerspricht der Benennung in Kadlubeks Kamerakatalog. Hier wird die Zeiss Ikon - interne Unterscheidung A, B und Z verwendet und die Contaflex mit dem Zusatz Pcm wird dem Verschluss mit den alten Verschlusszeiten zugeordnet. In der obigen Beschreibung habe ich mich an die Benennung im Katalog von Günther Kadlubek gehalten, da hier alle vier Typen unterschieden werden. Im Repair Manual ist nur von drei Typen die Rede. Dort wird keine Unterscheidung zwischen Variante 1 und 2 vorgenommen.


Contaflex II

Technisch entspricht die Contaflex II wohl der dritten Version der Contaflex I. Mein Modell besitzt jedenfalls einen Selbstauslöser. Der einzige Unterschied zur CF I ist ein ungekoppelter Belichtungsmesser mit Selenzellen. Dieser ist unter dem Zeitenwählrad verbaut und die Zellen durch eine Klappe geschützt. Diese muss bei Bedarf geöffnet werden. Hierfür gibt es einen Federmechanismus, der sie im geöffneten Zustand hält.

Abb.: Contaflex II / 1 Abb.: Oberseite der Contaflex II / 1

Auch von der Contaflex II gibt es zwei verschiedene Varianten. Diese erkennt man sicher im Fenster der Belichtungsmesseranzeige. Der erste Typ hat im Fenster eine Skala mit den Ziffern 1 bis 8. Der von der Zeigernadel angegebene Wert muss auf das Zeitenwählrad übertragen werden. Der zweite Typ besitzt diese Skala nicht. Der Untergrund der Anzeige ist komplett schwarz. Stattdessen ist das Zeitenwählrad mit einem Nachführzeiger gekoppelt, welcher in die Stellung des Messzeigers gebracht werden muss.

Abb.: Skala der Contaflex II / 1 Abb.: Skala der Contaflex II / 2 (Foto von Contaflex IV)

Da, mit Ausnahme des Belichtungsmessers, die Contaflex I und II identisch sind, können die Zubehörteile zur Nutzung der Teleskopvorsätze und Mikroskopadapter ebenso verwendet werden.

 

Contaflex III

Die Contaflex III wurde ab 1956 angeboten. Sie besaß als erste Kamera der Serie ein Tessar-Objektiv mit wechselbarem Frontlinsenelement. Um dies zu ermöglichen, wurde das Design etwas geändert. Die Einstellung der Entfernung wird nun nicht mehr an der Fassung der Frontlinse vorgenommen, sondern direkt am Gehäuse. Ein Ring mit zwei Griffen für die Finger verschob nun den gesamten Verschluss- und Linsenkasten statt nur dem vorderen Teil des Objektivs. Es konnten alle Pro-Tessare verwendet werden. Zum Lösen der Objektive / Linsen wurde ein Entriegelungsknopf integriert, der sich direkt unter der Frontlinse befindet.

Auch für die Contaflex III wurde ein Stereotar entwickelt, welches direkt am Bajonett angesetzt werden konnte und unter der Bezeichnung "Steritar B" und der Katalognummer 813 (und Trennplatte 813/01) verkauft wurde. Zusätzlich war ein Nahsteritar B erhältlich, mit dem man Nahaufnahmen gemacht werden konnten.

Die Contaflex III besitzt keinen eingebauten Belichtungsmesser. Sonst gleicht sie, abgesehen vom Objektiv, der Contaflex I (Version 4). Das Rad zum Spannen des Verschlusses und zum Positionieren des Spiegels hat ein etwas anderes Aussehen bekommen. Das Gehäuse ist identisch mit der Contaflex I.

 

Contaflex IV

Abb.: Contaflex IV Abb.: Oberseite der Contaflex IV

Auch der Contaflex IV wurde ein Objektiv mit wechselbarer Frontlinse spendiert. Sie wurde 1957 unter der Katalognummer 864/24 eingeführt und bis 1959 gebaut. Sie gleicht der Contaflex III, besitzt aber einen ungekoppelten Belichtungsmesser mit Selenzellen (= Contaflex II / 2). Auch können die gleichen Zubehörteile wie bei der Contaflex verwendet werden. Dies gilt auch für die Steritare B. Mit 80000 produzierten Exemplaren wurde die Kamera relativ häufig verkauft und ist heute dementsprechend günstig zu haben.

 

Contaflex Alpha

Abb.: Contaflex Alpha

Abb.: Oberseite der Contaflex Alpha

Die 1957 eingeführte Contaflex Alpha entspricht der Contaflex IV. Sie unterscheidet sich durch zwei Merkmale. Statt des Synchro-Compur-Verschlusses wurde ein Prontor-S Verschluss verbaut. Weiterhin wurde das Tessar-Objektiv durch ein Pantar ersetzt. Die geänderten Merkmale ließen es zu, die Kamera billiger zu verkaufen und neue Kunden anzusprechen. Die Alpha besitzt keinen Belichtungsmesser und ist als erste Contaflex in den Farben chrom und schwarz erhältlich.

Für die Pantar-Objektive wurde ein weiteres Steriter mit dem Buchstaben D verkauft. Dieses passt zu allen Kameras mit Pantar-Bajonett. Das Bajonett der Pro-Tessare ist nicht verwendbar. Stattdessen ist ein Pantar 30mm/4 und ein Pantar 75mm/4 erhältlich.

 

Contaflex Beta

Abb.: Contaflex Beta Abb.: Oberseite der Contaflex Beta

Die Contaflex Beta gleicht der Contaflex Alpha, hat aber zusätzlich den ungekoppelten Belichtungsmesser der Contaflex IV. Die Beta gehört ebenfalls zu den neuen, preiswerten Modellen, welche das Pantar-Objektivsystem verwenden.

 

Contaflex Rapid

Ab dem Jahr 1958 konnte die Contaflex Rapid erworben werden. Die Kamera wurde als erste der Serie in ein anderes Gehäuse eingebaut. Dieses war, im Vergleich zu den Vorgängermodellen, etwas länger und auch etwas dicker. Das Spannen des Verschlusses wurde vereinfacht, da nun ein Schnellspannhebel zur Verfügung stand und die Kamera damit mit etwa einer halben Umdrehung des Spannrades aufgezogen werden konnte. Bei den Vorgängern der Rapid musste der Zubehörschuh separat erworben und auf die Kamera montiert werden (Katalognummer 861/02). Mit der Rapid wurde dieser bereits in die Kamera integriert.

Abb.: Contaflex Rapid Abb.: Oberseite der Contaflex Rapid

An der Kamera können die erhältlichen Tessare genutzt werden. Trotz der Änderung des Bodies konnten an der Contaflex Rapid die später erhältlichen Wechselmagazine NICHT eingesetzt werden. Einen Belichtungsmesser besaß die Kamera nicht. Schade ist bei meinem Modell, dass wohl ein Sturz eine Delle in den Prismenturm gedrückt hat. Dies ist besonders schade, da von der Contaflex Rapid nur 8000 Exemplare hergestellt wurden und sie die geringste Auflage der Serie hat. Dennoch ist es ein schönes Sammlungsstück.

 

Contaflex Super

Ein Jahr nach der Rapid (also 1959) kam die Contaflex Super. Sie basiert auf der Contaflex Rapid und wurde um einen Selenzellen-Belichtungsmesser erweitert. Sensorzellen wurden nun nicht mehr auf der linken Seite verbaut, sondern fanden ihren Platz an der Frontseite des Prismenturmes. An der Stelle, wo früher die Selenzelle zu finden war, ist nun ein Einstellrad montiert, welches mit dem Blendenring gekoppelt ist. An diesem Rad kann die Belichtung auf den richtigen Wert eingestellt werden, welchen der Belichtungsmesser vorgibt. Dieses Rad ist das sicherste Erkennungsmerkmal der Contaflex Super. Alle anderen Kameras arbeiten mit einem anderen Einstellsystem.

Abb.: Contaflex Super Abb.: Oberseite der Contaflex Super

Der Zeiger des Belichtungsmessers ist außen auf der Oberseite zu finden, wo er seit der Contaflex II seinen gewohnten Platz hat. Die Super ist das erste Modell, bei dem der Zeiger auch im Sucher zu finden ist. So konnte der korrekte Einstellwert gewählt werden, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen. Die Einstellung der Blenden- und Zeitwerte wird bei der Contaflex Rapid etwas anders vorgenommen, als bei ihren Vorgängern.

Mit einer Auflage von 135.000 Stück ist die Contaflex Super die meistgebaute Kamera der Contaflex- Serie und sollte relativ günstig und zahlreich gut erhalten auf Photobörsen zu finden sein. Auch an dieser Kamera könne die Tessare sowie die Wechselmagazine genutzt werden.

 

Contaflex Prima

Die Contaflex Prima wurde im Jahr 1959 eingeführt und basiert auf dem Body der Contaflex Rapid. Von ihr unterschied sie sich allerdings durch den Prontor Reflex- Verschluss und die Pantar-Objektivserie. Sie war das letzte Modell, welches diese Objektivserie verwenden sollte.

Abb.: Contaflex Prima Abb.: Oberseite der Contaflex Prima

Auch der Belichtungsmesser der Prima ist anders als der der Rapid. Die Selenzelle ist nicht, wie bei den Vorgängern, durch eine Schutzkappe abgedeckt. Da das Zeitenwählrad nun nicht mehr auf der Oberseite zu finden ist, wurde der Einstellzeiger mit Zeit und Blendenwählrad am Objektiv gekoppelt. Beim Wählen der Zeit am Objektivring ändert sich gleichzeitig die Blende, dass immer die korrekte Zeit-Blenden-Kombination gewählt ist. Zum Ändern der Belichtungseinstellung muss ein Entriegelungsknopf am Blendenring betätigt werden und das Wertepaar kann für eine andere Belichtung geändert werden.

Die Contaflex Prima war 1959 für 496 DM erhältlich. Eine Contaflex Super B kostete im Vergleich dazu 725 DM.

 

Contafelx Super (neu)

Nach den Angaben von Wikipedia ist es nicht sicher, ob die Contaflex Super (neu) wirklich vor der Contaflex Super B verkauft wurde. Es scheint aber so, als ob mit der Super (neu) ein nochmals geänderter Body eingeführt wurde. Dieser war etwas größer und wuchtiger als die der Vorgängermodelle, was gut an dem breiten Prismendom erkennbar ist. Ein neuer Belichtungsmesser, immer noch auf Selenzellen basierend, ersetzt die ursprünglichen Typen. Die Selenzellen befinden sich vor dem Prisma unter einem Zeiss Ikon-Logo. Die Anzeige des Belichtungsmessers erfolgt auf der Oberseite des Gehäusedeckels oder, wie bereits bei der Contaflex Super, im Sucherfenster.

Abb.: Contaflex Super (neu) Abb.: Oberseite der Contaflex Super (neu)

Die Kamera macht für mich einen sehr soliden und massiven Eindruck. Sie liegt besser in meinen Händen und hatte zur damaligen Zeit bestimmt ein sehr modernes Design. Aufgrund der inzwischen weit verbreiteten Farbfilme wurde das Tessar-Objektiv neu berechnet und ist besser für die Farbfotografie korrigiert. Nach einigen Recherchen im Internet konnte ich keine Hinweise finden, die erkennen lassen, welche Tessare neu berechnet sind und welche nicht. An wenigen Stellen wird darauf verwiesen, das die neuen Objektive sich nicht auf die alten Kameras setzen lassen sollen. Dies konnte ich bei meinen Sammlungsstücken nicht bestätigen. Entweder ist der Hinweis nicht korrekt oder ich habe an allen Kameras alte Objektivvarianten. Auch scheint eine Differenzierung anhand der Seriennummer nicht möglich, da sich die Nummernbereiche scheinbar überschneiden. Wenn es einen Sammler gibt, der hierzu Hinweise geben kann, so möchte ich ihn bitten, mit mir Kontakt aufzunehmen.

Mit Einführung des neuen Gehäuses lassen sich auch die nun erhältlichen Wechselmagazine verwenden. Mit diesen konnte der Film der Kamera getauscht werden, obwohl dieser noch nicht komplett verbraucht wurde. Später konnte man ihn wieder einlegen und weiter nutzen. Trotz neu berechnetem Objektiv sind die Pro-Tessare weiterhin mit einer gewohnt guten Bildqualität einsetzbar. Die Contaflex Super (neu) wird oft auch als Contaflex Super 2. Variante bezeichnet (Contaflex Super = 1. Variante).

 

Contaflex Super B

Abb.: Contaflex Super B Abb.: Oberseite der Contaflex Super B

Bei der Contaflex Super B handelt es sich im Prinzip um eine Super (neu), bei der allerdings ein wichtiges neues Feature integriert wurde: Die Super B ist die erste Contaflex-Kamera mit einer Blendenautomatik. Nun konnten Aufnahmen gemacht werden, ohne die Zeit-/ Blendenkombination ständig manuell zu wählen. Dies beschleunigte die Arbeit mit der Kamera ungemein. Zu unterscheiden sind die Kameras, die sich sonst sehr ähnlich sind, am Schriftzug S-matic auf dem Prismendom und an den Zahlenwerten im Zeigerfenster des Belichtungsmessers. Dort waren vorher nur zwei Pfeile erkennbar. Auch an dieser Kamera sind die Pro-Tessare und die Wechselmagazine nutzbar.

 

Contaflex Super BC

Abb.: Contaflex Super BC Abb.: Oberseite der Contaflex Super BC

 

Contaflex S automatic

 

Contaflex 126

Abb.: Contaflex 126 Abb.: Oberseite der Contaflex 126

 

Produktionsdaten und Links zu Fotos einzelner Modelle

Kamera Katalognr. Produktionsjahre Auflage (ca.) Links
Contaflex I / 1 861/24 Pcm 1953 bis 1954    
Contaflex I / 2 861/24 Z 1954 bis 1958    
Contaflex I / 3 861/24 A 1955 bis 1958    
Contaflex I / 4 861/24 B 1955 bis 1958    
Contaflex II / 1 862/24 1954 bis 1956   Beschreibung / Galerie
Contaflex II / 2 862/24 1956 bis 1959    
Contaflex III 863/24 1956 bis 1958 20.000  
Contaflex IV 864/24 1957 bis 1959 80.000 Beschreibung / Galerie
Contaflex Alpha 10.1241 1957 bis 1960 chrom und schwarz 15.000  
Contaflex Alpha schwarz 10.1241 schwarz 1957 bsi 1960 chrom und schwarz 15.000  
Contaflex Beta 10.1251 1957 bis 1959 30.000  
Contaflex Rapid 10.1261 1958 bis 1960 8.000  
Contaflex Super 10.1271 1959 bis 1963 135.000  
Contaflex Prima 10.1291 1959 bis 1965 34.750  
Contaflex Super (neu) Synchro Compur S 10.1262 1964 bis 1966 beide Typen 27.035  
Contaflex Super (neu) Synchro Compur X 10.1262 1964 bis 1966 beide Typen 27.035  
Contaflex Super B 10.1272 1962 bis 1965 Super B gesamt 110.000  
Contaflex Super B schwarz 10.1272 schwarz 1962 bis 1965 Super B gesamt 110.000  
Contaflex Super B ZIAG 10.1272 ZIAG 1962 bis 1965 Super B gesamt 110.000  
Contaflex Super BC 10.1273 1965 bis 1971 17.475  
Contaflex Super BC schwarz 10.1273 schwarz 1965 bis 1971 Super BC gesamt 98.125  
Contaflex Super BC BW 10.1273 BW 1965 bis 1971 Super BC gesamt 98.125  
Contaflex Super BC ZIAG 10.1272 ZIAG 1965 bis 1971 Super BC gesamt 98.125  
Contaflex S automatic BL 10.1273 Ikon-Gravur 1965 bis 1971    
Contaflex S automatic BL 10.1273 Ikon-Prägeschild 1965 bis 1971    
Contaflex S automatic schwarz 10.1273 schwarz 1965 bis 1971    
Contaflex S automatic BW 10.1272 BW 1965 bis 1971    
Contaflex 126 chrom 10.1102 chrom 1967 bis 1971 126 gesamt 25000  
Contaflex 126 schwarz 10.1102 schwarz 1970 bis 1973 126 gesamt 25000  
Contaflex 126 ZIAG 10.1102 ZIAG 1970 bis 1973 126 gesamt 25000  

 

Quellenverzeichnis

  • Wikipedia
  • Contaflex I - IV repair manual
  • Das Contaflex-Buch
  • Die Contaflex mit allen Möglichkeiten
  • Kadlubeks Kamerakatalog 4. Auflage 2004
  • Kadlubeks Objektivkatalog 2. Auflage 2009
  • Zeiss Ikon Werbeprospekt zur Contaflex Super B
  • Zeitschrift PhotoDeal II/1996

 

Dokumente und Links

 

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