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Objektivbauformen
lens styles
 
Triotar 8,5cm
Inhalt
Einführung
Entwicklung
Bauformen
Beschreibung
Produktionszahlen
Anmerkungen
 
Content
Intro
Development
Lens Styles
Description
Production Quantities
Remarks
German flag   american flag british flag

Inhalt

 

Content

Einführung   Indroduction
Rechnung und Entwicklung   Calculation and Development
Bauformen   Lens Styles
Beschreibung   Description
Produktionszahlen   Production quantites
Anmerkungen   Remarks
     
     
German flag   american flag british flag

Einführung

 

Introduction

In heutigen Tagen ist die Brennweite 85mm für Fotografen vor allem beliebt bei Portraitaufnahmen. Auch gehören Tele-Brennweiten in unseren Tagen zur Standardausrüstung eines Fotografen. Aufgrund technischer Möglichkeiten war dies aber nicht immer so. In früheren Zeiten war die Brennweite 85mm schon etwas Besonderes im Kleinbildformat. Das hier beschriebene Triotar stammt vom Ende einer Ära, nach der sich die fotografische Welt langsam zu wandeln begann.

 

In those days, the focal length of 85mm is quite popular especially for portrait photographs. Even longer telephoto lenses may not be missing in the equipment of today. Because of the industrial development, this wasn't always so. In former times the 85mm lens was something special in the world of the 24x36mm film format. The Triotar, that is described in this article, was made at the end of an era, after which the photographic world was slowly changing.

 
Triotar 4/8,5cm   Triotar 4/8,5cm
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German flag   american flag british flag

Rechnung und Entwicklung

 

Calculation and Development

Die Entwicklung des Triotar geht zurück bis auf Harold Dennis Taylor. Er arbeitete für die Firma "Cooke of York". Er wusste auch um die Abbildungsfehler eines zweilinsigen Objektivs und kam 1893 auf die Idee, eine der beiden Linsen in der Mitte zu trennen und die Hälften um die andere Linse herum zu positionieren. Damit ließen sich die sonst auftretenden Abberationen gut korrigieren und die bei einfachen Linsen übliche Bildfeldwölbung konnte geebnet werden. Da sich bei zwei Linsen auch zwei Möglichkeiten ergeben (entweder konvexe oder konkave Linse trennen), reichte er zwei entsprechende Patente ein. Durchgesetzt hat sich die Teilung der konvexen Linse, die als Cooksches Triplet bekannt wurde [0050].

Bereits 1913 berechnete Ernst Wandersleb nach diesem Vorbild das Triotar mit einer Öffnung von 6,3. Es handelt sich bei dieser Optik um eine typische Cooksche Konstruktion. Im Jahr 1930 verbesserte Robert Richter das Objektiv dann auf eine Anfangsöffnung von 3,5 [0052]. Die Rechnung des hier beschriebenen Triotar 4/8,5cm wurde nach Hartmut Thiele [0022] im Dezember 1931 fertiggestellt und geht damit auf die von Robert Richter und seinem Team durchgeführten Arbeiten zurück.

 

The development of the Triotar lens goes back to the work of Harold Dennis Taylor. He works for the company "Cooke of York". He knew about the abberations and problems of objectives that were made of two complement lenses. In 1893 he had the idea, to split one of them and placed the other one in between of the two halfs. So he was able to correct the occurring abberations and also keep the usually curved field of sharpness even. Because there are two seperate posibillities (either split the convex or the concave lens) to build his objectives, he got two patents for his development. The commonly used method is to split the convex lens. The resulting design is well know under the name "Cooke Triplet" [0050].

As long ago as 1913, Ernst Wandersleb used the example and designed the Triotar 6,3. This lens is a typical design of the Cooke Triplet type. In 1930, Robert Richter increased the optical quality of the Triotar and was able to made the maximum aperture a 3,5 [0052]. The calculation of the Triotar 4/8,5cm, that is described in this article, was finished in december of 1931. This can be seen in the tables of Hartmut Thiele [0022]. So, the Triotar 4/8,5cm is the result of the work of Robert Richter.

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German flag   american flag british flag

Bauformen

 

Lens styles

Bisher ist mir von dieser Brennweite nur eine einzige Bauform (TR85_1) bekannt. Diese Form wurde für andere Kameranschlüsse ziemlich häufig verwendet und man findet die Optiken unter anderem für die Exakta oder die Contax. Mir sind aber nur zwei Referenzexemplare mit M42-Gewinde bekannt. Diese scheinen optisch beide identisch zu sein scheinen. Da es von diesem Objektiv nur eine einzige Produktionscharge gab, bleibt dies wohl auch die einzige existierende Bauform.

 

I only could find one style of the Triotar 4/8,5cm (TR85_1), yet. It was very often used for other camera systems and one is able to find those objectives for example for the Exakta camera mount or the Contax series, that was made by Zeiss. I only know two reference samples, yet. Their look seems to be really identical with no differences. Because there were only one produced batch of this lens, it is quite sure that this is the only style of the Triotar 8,5cm that was available.

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Beschreibung

 

Description

Die Form des Objektivs ist nahezu zylindrisch. Auf dem breiten Ring des Frontelements ist die Objektivbezeichnung graviert. Sie ist angegeben mit "Triotar 1:4 f=8,5cm". Eine Vergütung wurde nicht verwendet. Die Gravur der Entfernungseinstellung wurde nur in Metern vorgenommen. Eine Feet-Skala fehlt. Die Blende deckt stufenlos einen Bereich von 4 bis 32 ab. Die Berechnung des Objektives stammt bereits aus dem Jahre 1931.

 

The style of the lens is nearly cylindrical. On the wide ring of the front element, the lens' labelling is engraved with "Triotar 1:4 f=8,5cm". A lens coating was not used here. So there is no T shown. The distance scale is only using the meter scale. The numbers in feet are not available. The aperture ranges steples within a range of 4 to 32. The calculation of the lens was finished back in march of 1931. So this is a quite old lens.

 
Beschriftung / labelling   Blendenscala / aperture scale
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Produktionszahlen

 

Production quantities

Bei den Produktionszahlen gibt es einige Fragen und daraus resultierende Annahmen. Nach dem Fabrikationsbuch von Hartmut Thiele [0022] gibt es nur einen einzigen Bezug auf eine Charge mit dem M42-Gewinde. Der Eintrag stammt von der Dispositionskarte 9245. Danach wurden 1000 Objektive dieses Typs für die Kleinbild-Exakta gefertigt. Einige der Optiken wurden aber mit M42-Gewinde ausgestattet. Wenn man nun bedenkt, dass das M42-Gewinde aber erst 1947 an den Praktiflex-Kameras eingeführt wurde, gibt das sicher zu denken.

Betrachtet man die Zahlen der Tessare oder Biotare, so gibt es auch dort einzelne Serien, die bereits gegen Ende des Krieges mit dem größeren M42-Gewinde ausgestattet wurden. Demnach spricht nichts gegen den Eintrag im Fabrikationsbuch. Das Tessar 4,5/4cm wurde im Jahr 1945 bereits 200 mal gefertigt. Ich bin mir sicher, dass die produzierten Exemplare des Triotar 4/8,5cm diese Zahl ebenfalls nicht überschreiten dürften. Zugegeben spricht da auch die Hoffnung mit, das mein gefundenes Exemplar dadurch zu etwas Besonderem wird.

Eine weitere Fertigung dieser Objektive mit dem M42-Gewinde ist bisher nicht nachweisbar. Mit den ebenfalls im Handel befindlichen Triotaren mit 13,5cm Brennweite sollte der Bedarf auch relativ gering gewesen sein.

 

Looking at the production quantities, there are some questions and guesses, that should be thought of. The "Fabrikationsbuch" [0022] that was written by Hartmut Thiele there is only one reference to a batch with the M42 screw mount. The entry belongs to the card with the number 9245. It was written, that there were 1000 lenses made for the Exakta camera mount. But some of those lenses were made with the M42 screw mount, instead. The problem with that is, that the M42 screw mount was first introduced with the Praktiflex camera in 1947.

If you look at the tables of the Tessar or Biotar lenses of that time, there are also some series that were made approximatly at the end of the second world war. So it seems, that there is no reasen why we should not believe in the data of the tables of Hartmut Thiele. About 200 pieces of the Tessar 4,5/4cm were made in 1945. I am quite sure, that the quantity of the Triotar 4/8,5cm will not be higher than that. To be honest, I hope that this is the truth, just to make my own sample something special in the world of the lens collectors.

As it seems, that there are no such lenses made with the M42 screw mount after that batch of 1945. With the Triotar 13,5cm, that was available on the market, too, there was no need for that shorter focal length.

     
Karte
Card
Stückzahl
Pieces
Anfangsnr.
Start no.
Endnr.
End no.
Fertigung
Production
f-Einheit
f-unit
Vergütung
Coating
Bauform
Style
Bemerkungen
Remarks
9245 1000 2.829.101 2.830.100 Juli 1945 cm ohne TS85_1 Exakta 24x36, z.T. M42
Übersicht Produktionsdaten / Overview batches Triotar 4/8,5cm
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Anmerkungen

 

Remarks

Ich habe bereits einige Objektive für das M42-Gewinde bei Internetauktionen gefunden, die offensichtlich nachträglich umgebaut wurden. Dazu zählt beispielsweise ein Triotar 8,5cm von 1939, das eigentlich an einer Contax verwendet werden sollte. Sicher ist mir auch durch den Kopf gegangen, dass dies auch bei meinem Exemplar passiert sein könnte. Wenn ich mir aber die Verarbeitung anschaue, gibt es hierfür keinerlei Anzeichen. Auch die gefundenen Objektive der anderen Serien (sogar M40) zeigen mir, dass Herr Thiele mit seinem Eintrag recht behalten dürfte. Sollte es sich dennoch um einen nachträglichen Umbau handeln, so müsste das zweite, von mir gefundene Referenzexemplar ebenfalls vom gleichen Bearbeiter stammen. Leider ist eine Nachforschung aufgrund der Seltenheit der Optik aber schwierig.

 

I found some lenses on internet offers, where lenses were sold with the M42 screw mount, that obviously was changed in the later years. So I found even a Triotar 4/8,5cm that was made in 1939 and which should usually be used on a Contax camera. I also think about the possibility, that my own sample was converted to a M42 screw mount lens afterwards. but when I look at the quality of this part of the lens, there are no signs that proves this. Even the found lenses of other types (even the M40 ones) shows, that Mr. Thiele was right with his given table entry. Nevertheless, if this was really a converted lens, than the second reference sample that I found, must be made from the same technician. Sadly, the investigations with this lens is quite complicated because of the really low quantity that was made for this camera mount.

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Letzte Änderung der Seite am 18.10.2014